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BERICHTE & REFERENZEN

Erfahrungen aus der Praxis

Diese Erfahrungsberichte sind mehr als Referenzen. Hinter folgenden Berichten stehen persönliche Erfahrungen oder Krankheitsbilder.

Wir danken unsreren Patienten für das Vertrauen in unsere Arbeit und freuen uns auch Ihnen helfen zu können.

Referenzbericht nach einer Mastektomie

Die Kompetenz der Leistungen von Frau Treu-Mende habe ich vor drei Jahren in Form von regelmäßigen Körpermassagen bei Migräneanfällen und Gelenkbeschwerden kennen gelernt.
Nach einer Krebsvorsorgeuntersuchung und einem positiven Gewebsbefund vor zwei Jahren musste ich mich einer Brustkrebsoperation unterziehen. Auf Grund meiner Krebserkrankung wurde die linke Brust abgenommen. Entfernt wurden auch dreiundzwanzig axilläre Lymphknoten, was einen eingeschränkten Lymphfluss mit sich zieht. Als Folge davon kann der linke Arm durch Lymphstauungen anschwellen.

Schon in der Zeit während ich auf die Auswertung meines Gewebsbefundes wartete, begannen wir mit Lymphdrainagen. Jeder chirurgische Eingriff schädigt oder zerstört Lymphgefäße. Die Lymphgefäße, die sich überall im Körper befinden, haben zur Aufgabe, die Gewebsflüssigkeit (Lymphe) unseres Körpers zu transportieren. Lymphknoten sind sozusagen kleine Pumpstationen, die diesen Zirkulationsvorgang unterstützen.

Nach dem operativen Eingriff war mein linker Arm in seiner Bewegung ziemlich eingeschränkt. Bereits im Krankenhaus, nach der Brustentfernung, begann die notwendige Therapie mit speziellen Mobilisationsübungen und Dehnübungen.

Durch meine Brustkrebserkrankung und mit den Folgen der unterbrochenen Lymphwege weiß ich mich bei Frau Treu-Mende für die regelmäßigen Lymphdrainagen in den allerbesten Händen!

Ich schätze bei ihr vor allem die individuelle Behandlung - oft entsprechend meiner Tagesform ausgerichtet. Wasseransammelungen in den Beinen, angeschwollene Fußknöchel, besonders an warmen Tagen und Gesichtsschwellungen beeinträchtigen mitunter mein Wohlbefinden zusätzlich. Sie erreicht mit Teillymphdrainage, durchaus auch mit einer notwendigen Ganzkörperlymphdrainage, eine erwünschte und anhaltende Erleichterung.
Die Therapeutin beginnt die Lymphknoten im Halsbereich zu aktivieren. Wichtig ist die Bauchatmung zur Drainage. Bei der Ganzkörperbehandlung wird der Gewebsfluss in den Beinen manuell unterstützt. Bei der großen Lymphdrainage beschränkt sich die Entstauungsbehandlung, nach der tiefen Bauchbehandlung, auf die wichtigen Bereiche im vorderen, seitlichen und hinteren Oberkörper.

Durch die statische Veränderung als Folge der Brustabnahme kombiniert Frau Treu-Mende die abgestimmte Behandlung nach Bedarf mit einer Massage, um verspannte Muskelpartien zu lockern. Ihre Ganzkörperarbeit, auch mit gymnastischen Übungsanregungen, wird nach Notwendigkeit durch Andrücken der Reflexpunkte unter den Fußsohlen vervollständigt um mein Wohlbefinden zu fördern. Bei Frau Treu-Mende erfahre ich beste Ergebnisse, die mir keine Kassenpraxen bieten können – auch das habe ich schon ausprobiert.

G.K.

Erfahrungsbericht mit Dynamischer Integration:
Amputation beider Vorfüße nach Erfrierungen, starke traumatische Erfahrungen, neu gehen lernen


Nach einem Kletterunfall in der Eiger-Nordwand konnte ich nach neun Tagen in der Wand mit schweren Erfrierungen geborgen werden. Ein langes Jahr später wurde ich, "medizinisch geheilt", mit der Amputation beider Vorfüße aus der Klinik entlassen. Lange Zeit war ich auf die Gehilfe von Krücken angewiesen und meine Bewegungsfortschritte waren auf sehr kleine Erfolge beschränkt. Trotz der dauerhaften Betreuung von Ärzten und Krankengymnasten war es mir nur möglich, sehr kurze Strecken ohne künstliche Gehilfen zu bewältigen und ich wurde darauf hingewiesen, dass ich mit meiner Behinderung keine all zu großen Fortschritte zu erwarten hätte. Für mich eine Situation, in die ich mich als ehemaliger Extremsportler erst langsam hineinfinden konnte.

Zwei Dinge haben jedoch in sehr kurzer Zeit mein Leben, vor allem meine Lebensqualität entscheidend verändert:
Ralf Jakob, ein orthopädischer Schuhmacher, war durch hohen Zeitaufwand und unendlicher Geduld in der Lage, mir hervorragende Einlagen in meine Schuhe zu bauen, die mir einen erheblichen Fortschritt beim Gehen ermöglichten.

Gleichzeitig berichtete mir eine meiner Gitarrenschülerinnen, Ärztin von Beruf, über die Dynamische Integrationsmethode von Ruth und Heinz Grühling. Anfangs stand ich dieser Sache sehr skeptisch gegenüber, das Ganze klang mir eher nach einem Bibelkreis irgend einer Sekte. Trotzdem ließ ich mich auf die Behandlung ein.

Es hat mich überrascht, dass ich zu Beginn der Therapie kaum nach meinen Beschwerden gefragt wurde. Leicht wurden meine Gliedmaßen auf der Behandlungsliege durchbewegt und es wurden mir seltsame Fragen gestellt. "Welche Körperhälfte liegt tiefer? Ist dein linker oder dein rechter Arm länger? Wie liegen deine Fersen, deine Waden, deine Kniekehlen usw. auf der Unterfläche auf?" Sehr ungewöhnlich dachte ich mir. Das soll Behandlung für meine Füße sein? Zwischendurch wurde mir erklärt, was die Dynamische Integration erreichen will. Es geht darum, dass sanfte Bewegungen keinen Schmerz erzeugen, denn alles was schmerzt erzeugt eher eine Schutzfunktion (Hemmung), anstatt eine Erweiterung neuer Bewegungsmuster. Ah ja, dachte ich mir, klingt ja einerseits einleuchtend, andererseites aber genau das Gegenteil, was ich bis jetzt immer unter Training verstanden habe. Am meisten irritiert hat mich, dass nicht ein einziges Mal meine Füße behandelt wurden, sondern viel mehr meine Wirbelsäule und mein Kopf.
Irgendwann verließ ich dann diese erste Sitzung und eine Menge Gefühle gingen durch mich hindurch. Verwirrung, durch die für mich völlig neue Sichtweise von Behandlung, immer noch etwas Skepsis, ob das Ganze den stolzen Preis pro Sitzung wert sei? Was ich jedoch auch bemerkte, war , dass ich plötzlich ein Gehgefühl hatte, das ich seit meinem Unfall nicht mehr kannte, vielleicht sogar nicht einmal vorher gekannt hatte. Das Gehen war plötzlich so leicht, überhaupt mein ganzer Körper fühlte sich federleicht an, nicht mehr wie dieses schwere Bündel, das schmerzhaft auf die wunden Füße drückte.

Die zweite Sitzung, der ich schon etwas offener gegenüber getreten war, folgte. Wieder wurde ich einer Menge neuer Betrachtungsweisen ausgesetzt. Zunächst wurde mir erklärt, dass ich hier nur zum Teil "behandelt" werde und in erster Linie jedoch Schüler bin, der lernen solle, neue Bewegungsmuster in seine angelegten Muster zu integrieren. In meinem Fall hieß das eben so zu gehen, dass ich mir die Füße nicht mehr wund laufe und lerne, die Bewegungsarbeit auf den ganzen Körper zu übertragen. Ich lerne mit den großen Muskelgruppen meines Körpers zu arbeiten, zum Beispiel eine Gehbewegung mit der Rumpfmuskulatur und nicht nur mit der Beinmuskulatur einzuleiten. Sogar der Kopf ist an meiner Gehbewegung beteiligt. Besonders hilfreich waren dabei immer die Vorstellungsübungen, z. B. wie bei einer Marionettenpuppe an Fäden aufgehängt zu sein und so durch die Gegend zu laufen. Wenn Sie es mal ausprobieren, werden Sie sehen, Sie laufen wirklich leichter und unbeschwerter. Solche Dinge sind natürlich nur ein paar flankierende Hilfen der Methode, bereichern aber die Behandlung ungemein.

Über eine Vielzahl von Sitzungen machte ich mich nun zusammen mit dem Therapeuten auf die Reise, die Bewegungsvielfalt und vor allem die Lernbereitschaft meines Körpers für neue Bewegungen zu entdecken. Und wahrlich, ich kam mir dabei vor wie Alice im Wunderland. Ein großer Teil der Arbeit lag darin, meinem Körper durch sanfte Bewegungsimpulse, über den Umweg zum Gehirn, alternative Bewegungsmuster anzubieten. ein anderer Teil war die Wahrnehmungsschulung. Nur wer seine Disharmonien in seinem Körper spüren kann, ist in der Lage, an diesen zu arbeiten.

Mir fällt gerade auf, dass ich immer öfter das Wort Arbeit im Zusammenhang mit dieser Methode gebrauche. Ja, es ist tatsächlich Arbeit mit seinem Körper bewusst umzugehen. Die Therapeuten der Dynamischen Integration sind keine Wunderheiler, zu denen man mit Krücken kommt, diese nach der ersten Sitzung wegwirft und dann für immer unbeschwert durchs Leben schwebt. Nein, so einfach ist es leider nicht. Ich sag Gott sei Dank, weil die Wahrnehmungsreise durch meinen Körper vieles in meinem Leben verändert hat. Man bekommt eine ganz neue Einstellung zu seinen Tätigkeiten. Man verschiebt durch die intensive Arbeit mit sich selbst Prioritäten, und wie ich meine immer in positive Richtung, auch wenn diese nur schwer bestimmbar ist. Aber leider ist es vielleicht gerade das, was so viele an dieser Arbeit abschreckt. Hier läuft es eben nicht so ab, dass einem etwas weh tut und ein Doktor macht oder spritzt irgend etwas und danach tut es eben nicht mehr weh. Bei dieser Methode eröffnet der Therapeut oder besser der Lehrer dem Schüler verschiedene Wege, sich selbst zu heilen und mit einer körperlichen Einschränkung umzugehen.

Abschließend kann ich berichten, dass ich wieder Ski fahre, klettere, bergsteige und das alles auf so hohem Niveau, wie ich es mir vor Jahren nicht hätte träumen lassen. Bereits einige Jahre nach der Behandlung war ich in der Lage, die Hochtouren- und Skilehrerprüfung abzulegen. Mir ist ein gehöriges Maß an Lebensqualität verschafft und nebenbei der Stellenwert eines vernünftigen Umgangs mit Sport und Leistung vermittelt worden. In meinem jetzigen Beruf als Gymnasiallehrer kann ich immer wieder Schüler beobachten, die eine Bekanntschaft mit der Dynamischen Integration für einen sinnvollen Umgang mit ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit bitter nötig hätten. Meistens scheitert die Umsetzung jedoch daran, dass die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Dabei kann ich aus eigener Überzeugung sagen (ich habe viele Methoden, klassische und sogenannte alternative ausprobiert), dass es gerade im Bereich der Rehabilitation kaum eine Methode so verdient hätte, finanziell unterstützt zu werden, wie eben diese - Dynamische Integrations-Methode.

T.B.

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